Kurs des Euro gefallen

Nach einer vorübergehenden Erholung ist der Euro am vergangenen Donnerstag wieder deutlicher gegenüber dem amerikanischen Dollar gefallen. Den Grund dafür sehen die Händler vor allen Dingen in der Enttäuschung über die Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet.

Im Kern hatte der EZB-Chef Trichet in seiner Rede gesagt, dass die aktuell leicht ansteigende Inflationsrate noch kein Anzeichen dafür wäre, dass die Stabilität der Preise im Gesamten gefährdet wäre. Mit dieser Aussage wurden praktisch alle „Hoffnungen“ einiger Marktteilnehmer enttäuscht, dass die EZB zukünftig härter gegen die Inflation vorgehen würde. Eine Anhebung der Leitzinsen ist somit derzeit unwahrscheinlicher geworden, was letztendlich auch den Eurokurs etwas belastet hat. Hinzu kam ferner, dass aus den USA relativ gute Konjunkturdaten veröffentlicht wurden, was dem US-Dollar natürlich half, sodass auf den Euro noch etwas mehr Druck ausgeübt wurde.

Neben diesen fundamentalen Faktoren haben derzeit aber auch handelstechnische Faktoren einen Einfluss auf den Euro-Kurs, so sehen es zumindest einige Experten. Natürlich spielt weiterhin auch die Lage in Ägypten eine Rolle, wenn es um die weitere Entwicklung von Euro und Dollar geht. Für den „echten“ Anleger stellt sich die Situation daher auch recht problematisch dar, weil es im Grunde keine größere Tendenz in die eine oder die andere Richtung gibt, was einen zukünftig steigenden oder fallenden Wert des Euro gegenüber dem US-Dollar betrifft. Somit ist der Handel von Euro und US-Dollar in der jetzigen Situation vornehmlich den Spekulanten vorbehalten, die zum Beispiel im Zuge des Forex Trading schon von kleinsten Schwankungen profitieren können.

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